dipb-Kopf-rot-1050
DIPB-Fachtagung
2020
StaGa3-250

© Staatsgalerie Stuttgart

Thaddaeus-Kunzmann-250

Thaddäus Kunzmann

G-Kaiser-Hellen-250

Gudrun Kaiser

Beate-Radzey-250

Dr. Beate Radzey

Christiane Biber-250

Christiane Biber

Eva_Helterhoff-250

Eva Helterhoff

Simone_Fischer-250

Simone Fischer

Michael-Mueller-251

Michael Müller

Grafikbanner
Banner-FT6

Referenten

Thaddäus Kunzmann ist seit dem 1. März 2017 Demografiebeauftragter des Landes Baden-Württemberg. Mit der Einführung dieses Amtes betont die Landesregierung die Bedeutung des Themas Demografie. Der Demografiebeauftragte ist ressortübergreifend tätig und weisungsungebunden. Über seine hauptberufliche Tätigkeit hinaus ist der ehemalige Landtagsabgeordnete und Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in der Enquetekommission „Zukunft der Pflege“ als Stadtrat und Kreisrat, sowie Vorsitzender eines Rettungsdienstes und Mitglied des Aufsichtsrates einer Baugenossenschaft auch im Ehrenamt mit Themen befasst, die den demografischen Wandel betreffen.

Zu Beginn des Jahres richtete Thaddäus Kunzmann einen „Runden Tisch“ Wohnen für das Alter ein. In drei Sitzungen wurde unter Mitwirkung von rund 25 Vertretern vieler Interessengruppen, aber auch anderer Akteure Handlungsempfehlungen entwickelt, die weit über den Neubau von altersgerechten Wohnungen hinausgehen. Ein Schwerpunkt behandelt das Thema Umbau und die Unterstützung von Mietern in den Wohnungen.

Gudrun Kaiser ist Dipl.-Ing. Architektin mit langjähriger Erfahrung in der Konzeptentwicklung und Planung von Wohn- und Pflegeimmobilien für ältere Menschen im Neubau, Bestand und Quartierskontext. Neben ihrer architektonischen Beratungserfahrung verfügt sie über fundiertes Fachwissen in den Bereichen Barrierefreiheit, Gerontologie, Pflege und Sozialplanung. Mit Ihrem Büro „WiA-Wohnqualität im Alter“ in Aachen setzt sich Gudrun Kaiser für neue Wohn- und Lebensqualität in Pflegeeinrichtungen, für die Entwicklung und Verbreitung neuer Wohnformen und für die positive Gestaltung der Wohnumgebung älterer Menschen und des demografischen Wandels ein.

Ihre Schwerpunkte sind die Beratung und Fortbildung von Architekten, Planern, Betreibern, Investoren und professionellen Akteuren der Altenhilfe bei der Umsetzung aktueller Pflege- und Wohnkonzepte in bedarfsgerechte Architektur. Als Buchautorin und im Rahmen ihrer Fortbildungsschwerpunkte erteilt Sie Seminare, schreibt Fachbeiträge und hält Vorträge.

Dr. Beate Radzey setzt als promovierte Haushaltsökonomin und erfahrene Versorgungsforscherin im Bereich Altenhilfe ihre Schwerpunkte in der Gerontopsychiatrie und der baubezogenen Evaluation von Altenhilfe-Einrichtungen. Sie betreut praxisbezogene Forschungsprojekte, ist ausgebildete Trainerin für Dementia Care Mapping und hat einen breiten Erfahrungshintergrund im Bereich Fort- und Weiterbildung. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der bedarfsgerechten Umweltgestaltung insbesondere für ältere Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen.

Ein zentraler Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die fachliche Begleitung nutzerorientierter Planungs- und Bauprozesse von Pflegeeinrichtungen.

Christiane Biber ist Fachberaterin in der Fachstelle ambulant unterstützte Wohnformen Baden-Württemberg (FaWo). In ihrem Beitrag „Gemeinschaftlich versorgt wohnen im Quartier“ stellt sie ambulant betreute Wohngemeinschaften vor. Dies sind ein am häuslichen Wohnen und normalen Alltagsleben orientierte Wohnangebote für Menschen mit Pflege- oder Assistenzbedarf.

Auf Grund der geringen Größe können sie gut auch in Quartieren und kleineren Gemeinden realisiert und eingebunden werden. Sie bieten den Bewohnerinnen und Bewohner ein hohes Maß an Selbstbestimmung und gleichzeitig Versorgungssicherheit und sind eine Bereicherung für die Quartiere.

Bei der baulichen Planung und Gestaltung ist das Ziel die Realisierung von geeignetem Wohnraum, der den in einer solchen Wohngemeinschaft lebenden Menschen sowohl Privatheit als auch den passenden Rahmen für den gemeinsamen Alltag und Begegnung ermöglicht.

Eva Helterhoff ist Dipl.-Ing. Innenarchitektin und leitet im Caparol FarbDesign Studio das Team Architekturgestaltung (Nord/Ost). Frau Helterhoff betreut zudem das Thema digitale Gestaltungsmedien und ist Referentin an der Caparol Akademie.

Simone Fischer ist Beauftragte der Landeshauptstadt Stuttgart für die Belange von Menschen mit Behinderung. Zuvor war sie beim Städtetag Baden-Württemberg als Fachberaterin für die Themen Inklusion, gesellschaftliche Vielfalt und Quartiersentwicklung tätig. Sie wirkte in unterschiedlichen Inklusionsprozessen mit und beriet Kommunalverwaltungen und -politik, wie sie inklusive Prozesse vor Ort anstoßen und umsetzen können. 

Simone Fischer ist Mitglied unterschiedlicher Gremien auf kommunaler, Landes- und Bundesebene und trägt maßgeblich dazu bei, dass sich das Thema Inklusion weiterentwickelt.

Quartier? Inklusiv!
Die lebenswerte Stadt! Wie inklusiv ist das Quartier?

Wie wollen wir zusammenleben? Wie werden zum Beispiel alte und junge, gesunde und kranke oder Menschen mit und ohne Behinderung miteinander leben? Wie müssen wir dafür bauen? Welche Stolpersteine im wörtlichen und übertragenen Sinne müssen dazu aus dem Weg geräumt werden? Und wie können wir diesen Fragen im Stadtquartier begegnen, um tragfähige Lösungen zu erarbeiten?

Kommunalverwaltung wie -politik sind verstärkt mit komplexen Herausforderungen konfrontiert, für die es nicht immer einfache Lösungen gibt. Inklusion braucht nicht nur Visionen, sondern auch konkrete Maßnahmen und vor allem eine bestmögliche Vernetzung der Handelnden. Wir verstehen unter Inklusion nicht ausschließlich Maßnahmen für die Zielgruppe der Menschen mit Behinderung. Im Fokus steht die lebenswerte Stadt für alle Menschen.

Michael Müller ist Sachverständiger für barrierefreies Bauen im Club Behinderter und ihrer Freunde (CBF), Darmstadt, Behindertenbeauftragter der Stadt Darmstadt und Lehrbeauftragter der Hochschule Darmstadt.

 

Anmeldung (PDF)